Sonderzug,

2005

Starting in 1941, Berlin's Grunewald and Westhafen train stations were used as hubs for deportation to ghettos and concentration camps by the Nazi regime. Today, both sites have been turned into memorials, yet due to their location away from the city center they are unlikely to be stumbled upon. Sonderzug, German for ‘special train service’, is a series of installation concepts which aim to make this history more well-known.

Names of destinations of those trains are projected on the roofs of passing high-frequency commuter trains, visible from a bridge. Inside the same trains, the name of a concentration camp may momentarily replace the actual destination on an information display. Elsewhere, the shadows of ‘ghost trains’ become visible as they pass under floodlights illuminating the tracks.

“Nichts ist so unsichtbar wie ein Denkmal.” Robert Musil

Die Berliner Bahnhöfe Grunewald und Westhafen waren von 1941 an für viele Opfer des Naziregimes der Ausgangspunkt ihrer Deportation in Gettos und Konzentrationslager. Heute sind beide Orte Gedenkstätten - jedoch weit ab vom Stadtkern gelegen. »Sonderzug« ist eine

Reihe von Vorschlägen für Installationen mit dem Ziel, einen wichtigen Teil der Berliner Geschichte weitläufiger bekannt zu machen.

Die Namen der Zielorte der Deportationszüge werden so beispielsweise, auf die Dächer von S-Bahnen projiziert. Oder auf der Anzeigentafel wird für einen kurzen Moment der Zielort des Zuges durch den Namen eines Konzentrationslagers ersetzt, während an anderen Orten des Nachts die Schatten vorbeifahrender ‘Geisterzüge’ sichtbar werden.